Ein Andachtsbuch für den Menschen, der zurückbleibt. 52 Kapitel und 36 kurze Andachten, groß gedruckt.
Sie ist anders als die Stille am frühen Morgen oder die Stille in einer leeren Kirche. Sie hat eine Form. Sie hat den Umriss eines Menschen, der nicht mehr da ist — eines Stuhls, der leer bleibt, eines Namens, den niemand mehr ausspricht, einer Stimme, die du im Kopf noch hörst und im Zimmer nicht mehr.
Vielleicht kennst du diese Stille. Vielleicht wohnst du seit Monaten in ihr.
Vielleicht ist jemand gestorben. Vielleicht ist jemand einfach gegangen — ohne Tür, ohne Abschied, nur mit weniger Anrufen von Woche zu Woche, bis gar keiner mehr kam. Vielleicht sind die Kinder erwachsen geworden, und das ist gut so, und trotzdem ist es still. Vielleicht hat dein Körper angefangen, dir Dinge zu verweigern, die früher selbstverständlich waren.
Dieses Buch ist für den Menschen, der zurückbleibt.
Ich schreibe es nicht, um dir zu erklären, warum es so gekommen ist. Diese Erklärung habe ich nicht, und wer sie dir anbietet, hat dein Schweigen nie geteilt. Ich schreibe es, weil ich glaube, dass in dieser Stille jemand ist.
Aus dem Vorwort von „Der Gott, der bleibt“
Wenn auch nur einer dieser Sätze dich trifft, wurde dieses Buch für dich geschrieben.
Der Stuhl am Tisch bleibt leer — und du deckst ihn trotzdem noch mit.
Das Telefon klingelt nicht mehr. Nicht, weil etwas passiert ist. Es klingelt einfach nicht mehr.
Du kochst für eine Person und weißt nicht, wann du damit aufgehört hast, für zwei zu kochen.
Der Kleiderschrank ist noch voll. Du hast es bis heute nicht über dich gebracht.
Dein Körper verweigert dir Dinge, die früher selbstverständlich waren — und niemand fragt danach.
Du liegst um drei Uhr nachts wach, und das Haus ist so still, dass du es hören kannst.
Du bist übrig geblieben.
Und das ist keine Schuld.
Diesen Satz haben Menschen erfunden, die es eilig hatten. Hier steht stattdessen ziemlich genau beschrieben, wie es dir geht.
„Ich bitte Dich nicht, mir zurückzugeben, was ich verloren habe.
Ich bitte Dich um etwas Kleineres und Schwereres: Bleib.“
Wenn jemand gestorben ist. Oder wenn jemand einfach gegangen ist, mit weniger Anrufen von Woche zu Woche.
Wenn die Kinder ihr eigenes Leben haben, Freundschaften verstummen und das Telefon nicht mehr klingelt.
Wenn der Körper weniger mitmacht und die Wohnung zu still geworden ist.
Für alle, die jemanden kennen, bei dem es still geworden ist, und nicht wissen, was sie sagen sollen.
Nicht für Menschen, die eine Erklärung suchen, warum es so gekommen ist. Und nicht für alle, die eine Anleitung erwarten, wie man Trauer in sechs Schritten hinter sich lässt.

Dieses Buch ist für Augen gesetzt, die abends müde sind. Du sollst es im Sessel lesen können, bei der Lampe, die du hast, ohne die Brille zu suchen.
Es gibt Menschen, die aufgehört haben zu lesen, weil ihnen alles zu klein geworden ist — und die es niemandem erzählen. Für sie wurde die Schrift von Anfang an groß gesetzt. Nicht als Notlösung.
„Wenn du es jemandem weitergibst, dann sag ihm das dazu.“
Nicht für die großen Fragen. Für die Stunden, die Orte und die Tage, an denen es dich wieder erwischt.
Beim Aufwachen. Der erste Kaffee. Mittags allein am Tisch. Der Nachmittag, der nicht endet. Das Abendessen für eine Person. Um drei Uhr nachts.
Der Kleiderschrank. Die Küche. Der Garten. Die Kirchenbank. Das alte Fotoalbum. Der Sessel, in dem er saß.
Der Geburtstag, der bleibt. Der Hochzeitstag. Der Sommer, in dem alle verreisen. Der Totensonntag. Heiligabend. Der letzte Tag des Jahres.
Du musst nicht bei Kapitel eins anfangen. Schlag dort auf, wo dein Herz heute steht.
Sie sind keine Lehre, sondern Gesellschaft. Sie haben es überlebt — nicht, weil sie stark waren. Weil Gott blieb.
Die Frau, die leer zurückkam.
Der Mann unter dem Ginsterstrauch.
Die Frau, deren Lippen sich bewegten.
Der Sohn, den seine Brüder verkauften.
Der König, der allein blieb.
Der Gefangene, den alle verließen.
Der Alte auf Patmos.

Streich an. Markiere, was dich getroffen hat. Dieses Buch ist nicht zum Schonen gemacht.
So wird das Buch mit der Zeit dein eigenes. Beim Zurückblättern siehst du, an welchem Tag dich welcher Satz begleitet hat.
„Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen.“

Vielleicht kennst du jemanden, bei dem es still geworden ist — und jedes Wort fühlt sich falsch an.
Dann gib ihm dieses Buch. Oder schreib ihm einen einzigen Satz daraus auf eine Karte. Manchmal trägt ein Satz jemanden durch eine Nacht.
„Bücher über Trauer kommen fast immer zu früh. Wenn du es jetzt aufschlägst, dann ist das der richtige Zeitpunkt. Es gibt keinen anderen.“
Das gedruckte Exemplar, groß gedruckt, für ein Kapitel am Abend. An manchen Tagen genügt ein Satz.
Verkauf und Versand über Amazon.de. Es gelten die Rückgabebedingungen von Amazon; auf der Produktseite steht derzeit: „Retournierbar innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt“.
Für den Menschen, der zurückbleibt. Nach einem Todesfall, nach einer Trennung, wenn die Kinder ihr eigenes Leben begonnen haben, wenn die Gesundheit nachlässt oder wenn es einfach still geworden ist. Es setzt kein theologisches Vorwissen voraus.
Das Buch ist bewusst groß gedruckt, für Augen, die abends müde sind. Wie die Schrift für dich wirkt, siehst du am besten in der Leseprobe auf der Amazon-Produktseite.
52 Kapitel in vier Etappen: Die Abschiede, Die leere Stelle, Der Bleibende, Neu bewohnt. Dazwischen sieben biblische Stimmen. Am Ende 36 kurze Andachten für die Stunden des Tages, die Orte der Erinnerung und die zwölf schweren Tage im Jahr.
Nein. Das Inhaltsverzeichnis ist bewusst so geschrieben, dass du dich darin wiederfindest. Wenn heute das Telefon nicht geklingelt hat, geh zu dem Kapitel, das davon spricht. Ein Kapitel am Tag genügt — an manchen Tagen ein Satz.
Ja. Das Buch rechnet selbst damit, dass es verschenkt wird. Man muss nichts dazu sagen. Das Vorwort sagt auch: Bücher über Trauer kommen fast immer zu früh. Es darf liegen bleiben, bis die Zeit da ist.
Bücher über Trauer kommen fast immer zu früh. Das Vorwort sagt es offen: Wenn es zu nah geht, leg es weg. Es läuft nicht weg, und es rechnet nicht mit. Wenn du es aufschlägst, ob jetzt oder in einem Jahr, dann ist das der richtige Zeitpunkt.
Gerade dann. Es verlangt keinen festen Glauben und keine richtigen Gefühle. Es beschreibt zuerst, wie es dir geht — und erst dann, wer in dieser Stille bei dir ist.
Nein. Die Bibelverse sind nach der Lutherbibel 2017 und vergleichbaren Übersetzungen zitiert. Die Botschaft richtet sich an jeden, der an Gott glaubt oder ihn suchen möchte — unabhängig von Kirche oder Gemeinde.
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Du musst nicht heilen wollen, um anzufangen. Du musst nur bleiben — noch eine Seite lang.
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